Allegro Vivo 2026 „On Stage“

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Das 48. Allegro Vivo Festival widmet sich von 7. August bis 20. September unter dem Leitthema „On Stage“ der musikalischen Inszenierung. Die Verbindung von Musizierenden, Raum, Klang und Publikum schafft einzigartige Momente und macht mit 55 Konzerten an 28 historischen Spielorten das Waldviertel zur größten Musikbühne des Landes.

Zyklus der Begegnungen

Als musikalische Lebensadern Süd- u. Mitteleuropas sind Italien, der Balkan und Österreich durch ihre gemeinsame Geschichte verbunden und treffen daher im diesjährigen „Zyklus der Begegnungen“ aufeinander. Am Eröffnungswochenende erklingt mit Ottorino Respighis „Antiche Danze ed Arie“ eine Hommage an das alte Italien neben der Uraufführung des Doppelkonzertes für Violine, Gitarre und Streichorchester von Tristan Schulze, gestaltet vom künstlerischen Leiter Vahid Khadem-Missagh (Violine) und Alexander Swete (Gitarre). Peter Iljitsch Tschaikowsky hat mit „Souvenir de Florence“ eines der berühmtesten musikalischen Andenken an Italien geschaffen und bringt das Festivalorchester Academia Allegro Vivo mit allen Registern zur Geltung.
(7.8. Gmünd; 8.8., 9.8. Stift Altenburg)

Bühnenmenschen

Die klangvolle Stiftsbibliothek Altenburg wird jeweils zur Wochenmitte zur großen Bühne für kammermusikalische Begegnungen mit internationalen Persönlichkeiten der Musikwelt.
Die Grand Dame des Klaviers Elisabeth Leonskaja gestaltet im ersten Konzert Werke von Franz Schubert und Johannes Brahms. Das zweite Kammermusikkonzert rund um Lilya Zilberstein präsentiert virtuose Klänge von Giuseppe Tartini und Franceso Geminiani sowie Raritäten von Gustav Mahler und Dora Pejačević. Im Mittwochskonzert der 3. Festivalwoche erklingt Ottorino Respighis „Il tramonto“ mit der schwedischen Sopranistin Malin Hartelius und Klavierkammermusik von Johannes Brahms rund um den Pianisten Björn Lehmann.
Abgerundet wird die Konzertreihe im schönsten historischen Konzertsaal Niederösterreichs mit Werken von Ermanno Wolf-Ferrari, Wolfgang Amadeus Mozart und Antonín Dvořák gemeinsam mit Kammersänger Wolfgang Bankl sowie einer Spitzenriege der europäischen Kammermusik. (12.8., 19.8., 26.8. und 2.9.)

Italien und der Balkan

Die musikalische Grenzüberschreitung und das Jonglieren mit gegensätzlichen Musikwelten ist für das Ensemble Uwaga! über die Jahre zur natürlichen Sprache geworden. Mit großer Neugier schaffen sie eine eigene bunte Musikwelt zwischen Klassik, Jazz, Pop und Balkan. (Kunsthaus Horn, 15.8.) Ausnahmegeiger Benjamin Schmid präsentiert exklusiv für Allegro Vivo sein Konzertprogramm rund um den italienischen Violinvirtuosen Niccolo Paganini. Es erklingen Sololiteratur, Kammermusik und – in kongenialer Partnerschaft mit Stian Carstensen – auch Improvisationen, die den Mythos Paganini aus neuer Perspektive beleuchten. (Gertrudskirche Gars Thunau, 16.8.)
Von der Wiener Klassik über den Balkan nach Italien funken die vier Musiker des Ensembles kammerfunk in gewitzten und wahnwitzigen Arrangements durch die Musikgeschichte. Der „Rosenkavalier aus dem Süden“ lädt die „lustigste Witwe“ zum Tanze. (Loisium, 18.8.) Diknu Schneeberger und Christian Bakanic formen eigenständige Klangwelten im Spannungsfeld von swingendem Gipsyjazz, feurigem Balkangroove, lyrischen Melodien und kammermusikalischer Kompositionsform und lassen diese durch improvisatorische Spontaneität lebendig werden. (Ziersdorf, 11.9.)

Solo on stage

Offenheit, Neugier sowie die Inspiration durch seinen Lehrer Friedrich Gulda haben Roland Batik zu einem Wanderer zwischen musikalischen Welten gemacht, der sich sowohl in der klassischen Musik als auch im Jazz bewegt und als Brückenbauer zwischen den Genres agiert. (Schickenhof, 1.9.) Die charismatische Ausnahmeerscheinung Jelena Popržan beeindruckt mit ihrer Viola und Stimme durch ihre musikalische Offenheit sowie ihre starke Ausdruckskraft. (Schönberg, Alte Schmiede, 5.9.)

La notte Italiana

Das festliche Galakonzert im Kunsthaus Horn (22.8.) steht ganz im Zeichen des Gastlandes Italien und wird von Vahid Khadem-Missagh und dem Residenzorchester Academia Allegro Vivo gestaltet. Neben den bedeutendsten Opernkomponisten des 19. Jahrhunderts Gioachino Rossini, Gaetano Donizetti, Giuseppe Verdi oder Giacomo Puccini erklingen auch Werke von Niccolò Paganini und dem Filmkomponisten Nino Rota.

Sprachklang

Dort, wo einst die erste Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner Theater inszenierte, im Schüttkasten von Schloss Harmannsdorf (11.8.), setzt sich der Zyklus „Musik und Wort“ fort. Elisabeth Eschwé rezitiert aus den Quellen der Hochreligionen und Mario Caroli (Flöte) und Luca Ferrini (Cembalo) erheben diese durch Werke slowenisch-italienischer Barockmeister.
Erstmalig wird der Kulturstadl von Schloss Göpfritz (29.8.) zum Allegro Vivo-Schauplatz, wenn Michael Dangl seinen „Hymnus an den Süden“ der „italienischen Reise“ Johann Wolfgang von Goethes gegenüberstellt, umspielt von Klavierwerken zu vier Händen der ukrainischen Pianistin Kateryna Titova und des Wiener Pianisten Eduard Kutrowatz.
Sprachklang und Musik vereinen sich auch bei Kammerschauspielerin Andrea Eckert auf Burg Schleinitz als Gastgeberin für das Kärntner-slowenische Duo Sonoma (12.9.) sowie das Duo Klara Flieder, Violine und Christophe Pantillon, Cello (13.9.). Die Texte stammen von den Jahresregent*innen Ingeborg Bachmann, E.T.A Hofmann und Rainer Maria Rilke.

Königsdisziplin

Das renommierte Minetti-Streichquartett (Burg Raabs, 30.8.) und das junge preisgekrönte Kandinsky-Quartett (Oberdürnbach, 6.9.) vertreten in diesem Jahr die kammermusikalische Königsdisziplin und bringen Wiener Klassik, italienische Romantik und Werke des 20. Jahrhunderts zur Aufführung.

Im Rampenlicht

Die internationale Sommerakademie von Allegro Vivo stellt vielversprechende Nachwuchstalente ins Rampenlicht, wenn sich hunderte Musikbegeisterte zur Moonlight Serenade (11.8., 25.8) am Horner Stadtsee einfinden. Weitere Konzertauftritte finden u.a. in Brunn/Wald (13.8.), Stift Geras (14.8.) Schloss Waldreichs (10.8.), Altpölla (21.8.), Stift Zwettl (27.8.), Schloss Greillenstein (28.8.), Schloss Drösiedl (3.9.), oder Schloss Rosenburg (4.9.) statt.

Friedensgruß

Das Abschlusswochenende des diesjährigen Festivals beginnt mit dem Friedensgruß „Da pacem domine“ von Arvo Pärt als stimmungsvolle Einleitung zu Mozarts A-Dur Violinkonzert mit Vahid Khadem-Missagh als Solisten. Auf den Spuren von Johann Wolfgang von Goethes „Italienischer Reise“ begab sich Felix Mendelssohn-Bartholdys auf Bildungsfahrt. Inspiriert von den vielfältigen Eindrücken konzipierte er seine berühmte 4. Symphonie – die „Italienische“, die als glanzvoller Festival-Abschluss erklingt.
(Schloss Weitra, 17.9.; Stift Göttweig, 18.9. Stift Altenburg, 19.9. und 20.9.)

(C) Alexander Rieck

Pressekontakt:

Mag. Nikolaus Straka
nikolaus.straka@allegro-vivo.at
+43 676 84 10 90 16