“Con Fantasia” ins Festivaljahr 2019

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Allegro Vivo startet „Con Fantasia“ ins Festivaljahr 2019

Das internationale Kammermusikfestival Allegro Vivo verwandelt von 2. August bis 15.September das gesamte Waldviertel in eine Landschaft musikalischer Fantasie, wo schöpferischer Geist, Virtuosität und Spielfreude zu einer Einheit werden. 35 Burgen, Schlösser, Stifte und historische Stätten werden wieder zur Konzertbühne und tragen zur besonderen Atmosphäre von Allegro Vivo bei. Der künstlerische Leiter Vahid Khadem-Missagh stellt 2019 besonders das verbindende Element der Musik in den Fokus, wenn 30 Jahre Öffnung des Eisernen Vorhangs gefeiert werden.

Den Auftakt bildet die Welturaufführung von Christoph Ehrenfellners Konzert für Violine, Cello und Streichorchester op. 43 „Quasi una Fantasia“ – das Auftragswerk erklingt am Eröffnungswochenende von 2. – 4. August in Gmünd und Stift Altenburg mit der Academia Allegro Vivo unter der Leitung von Vahid Khadem-Missagh. Er übernimmt auch den Violinsolo-Part mit dem virtuosen ungarischen Cellisten László Fenyö an seiner Seite. Die musikalische Brücke in unsere Nachbarländer Tschechien und Ungarn wird mit der Idylle für Streichorchester von Leos Janáček und dem Divertimento für Streichorchester Sz. 113 von Béla Bartók geschlagen.

Auf das Festivalorchester Academia Allegro Vivo treffen wir auch am Orchesterwochenende von 13.– 15. September in Göttweig, Weitra und Altenburg: Bariton und Staatsopernmitglied Manuel Walser singt die „Lieder eines fahrenden Gesellen“ von Gustav Mahler unter der Leitung von Vahid Khadem-Missagh, als Einleitung erklingen Antonín Dvořáks „Slawische Fantasie“ und Romanze für Violine und Orchester und als Ausblick auf 2020 die Symphonie Nr. 1 von Ludwig van Beethoven.

Einen „Sommernachtstraum“ erleben die Konzertbesucher beim Horner Galakonzert am 17. August, wenn die Philharmonie Brünn unter Festivalgründer Bijan Khadem-Missagh das jugendliche Meisterstück von Felix Mendelssohn-Bartholdy zur Aufführung bringt. Burgschauspieler Nicholas Ofczarek erzählt Shakespeares komödiantisches Verwirrspiel in einer Textfassung von Franzobel, Solistinnen sind Caroline Jestaedt und Patricia Nolz.

Starpianistin Elisabeth Leonskaja ist am 13. August in Stift Altenburg mit 2 Klaviersonaten wieder bei Allegro Vivo zu Gast. Gemeinsam mit illustren Kammermusik-KollegInnen spielt sie auch das A-Dur Klavierquintett von Antonín Dvořák. Eine Woche später gestaltet Christian Altenburger am selben Ort mit seinen Kollegen Björn Lehmann, Thomas Selditz und Patrick Demenga, Kammermusik von Mozart, Dohnányi, Hindemith und Suk. Der philharmonische Solocellist Péter Somodari formiert sich mit Kollegin Ekaterina Frolova und der jungen Pianistin Dorothy Khadem-Missagh zum Klaviertrio und führt uns am 25. August mit Werken von Haydn und Liszt in seine ungarische Heimat.

Im Rahmen der Sommerakademie kommen 70 internationale Künstlerinnen und Künstler zu Allegro Vivo und gestalten als „Artists in Residence“ zahlreiche Konzerte. Spannende Konzepte, neue Ensembles und musikalische Konstellationen beflügeln KünstlerInnen und KonzertbesucherInnen gleichermaßen. Am 6. August sind im Vereinshaus Horn Lieder von Ture Rangström, Franz Liszt, sowie Werke von Bartók, Schostakowitsch und Richard Strauss zu hören. „Myrten und Rosen“ geleiten die KonzertbesucherInnen am 11. August zur Gertrudskirche in Gars: Peter Edelmann und Markus Hadulla geben Schumanns Liederzyklus op. 24, die Geschwister Alissa und Jura Margulis sind mit virtuoser Violin- und Klavierliteratur von Ravel und Schubert zu erleben sowie Kammermusik von Zemlinsky und Schulhoff.

Ein musikalisches Best-off der Fantasiestücke steht am 27. August auf dem Allegro Vivo-Kalender: Beethovens Mondscheinsonate, „Fantasiestücke“ und „Märchenbilder“ von Schumann und das D-Dur Klavierquartett von Dvořák. An diesem Abend ist mit Hariolf Schlichtig einer der bedeutendsten Bratschisten und Pädagogen der letzten Jahrzehnte erstmals bei Allegro Vivo zu hören. Am 29. August bringt er mit seinen hochkarätigen KollegInnen musikalische Fantasiebilder von Purcell, Schubert und Dvořák im Marmorsaal der Rosenburg zu Gehör. Kammermusik auf höchstem Niveau gibt es auch am 1. September zu hören, wenn der Violinist Andreas Janke seine Ensemblepartner nach Schloss Ottenstein bringt; am Programm stehen das Klaviertrio Nr. 1 von Mendelssohn-Bartholdy und das Klaviertrio in H-Dur von Johannes Brahms.

Vielversprechende junge Talente auf dem Weg auf die Konzertbühnen der Welt sind in den Konzerten der Sommerakademie zu hören: Sie bringen Schwung in historische Stätten unter anderem in Stift Altenburg, Horn, Geras und Zwettl, sowie in Brunn/Wald, Eggenburg und in Schloss Drösiedl, das erstmals die Pforten für Allegro Vivo öffnet. Die beliebten Konzertformate „Moonlight Serenade“ im nächtlichen Horner Freibad und die „Open Space“-Konzerte in der Horner Innenstadt werden selbstverständlich weitergeführt.

Auch die Musikszene der Gegenwart findet bei Allegro Vivo einen eigenen Platz: Die Ausnahmekönner Florian Willeitner, Ivan Turkalj und Alexander Wienand sind mit ihrem „New Piano Trio“ am 8. August im Loisium zu hören. Am 10. August steht Louie´s Cage Percussion auf der Bühne im Kunsthaus Horn, das extravagante Ensemble versteht es, seine pure Freude am Rhythmus auf das Publikum zu übertragen. Mit Johannes Berauer wird am 21. August ein weiterer junger österreichischer Komponist in der Alten Schmiede in Schönberg/Kamp vorgestellt: Jazz-Virtuose Omer Klein, Klavier, Johannes Dickbauer, Violine, Florian Eggner, Cello, und Christian Bakanic, Akkordeon, präsentieren „Vienna Chamber Diaries“.

Hoch oben auf Burg Rappottenstein treffen einander Cello, Vocals und Akkordeon, wenn sich die preisgekrönte Cellistin Marie Spaemann mit Christian Bakanic auf gemeinsame musikalische Pfade begibt und Jazz, Improvisation, Weltmusik sowie eigene Songs zusammenführt.

„Bransch“ heißt es, wenn sich Thomas Gansch und Georg Breinschmid zusammentun, ein Gipfeltreffen ohne musikalische Kompromisse von Trompete und Kontrabass am 8. September auf Schloss Ottenstein. Auch am 6. September steht Thomas Gansch auf der Allegro Vivo Konzertbühne und zwar im Konzerthaus Weinviertel, wenn er mit seinen Mnozil-Brass-Kollegen Leonhard Paul und Albert Wieder „Zugabe-Improvisation“ spielt, ein Programm, das ausschließlich aus Zugaben der letzten Jahre entstanden ist und die Kunst der Improvisation auf die höchste Ebene führt.

Dem völkerverbindenden Ereignis des 30-jährigen Jubiläums des Falls des Eisernen Vorhangs widmet sich der künstlerische Leiter von Allegro Vivo Vahid Khadem-Missagh auch mit einem Programmschwerpunkt über die Grenzen hinweg: So konzertiert die Academia Allegro Vivo beim Mahler Festival im tschechischen Jihlava und auf Schloss Český Krumlov, das Wranitzky Festival Orchester spielt am 5. September in Waidhofen/Thaya mit Werken von Mozart, Haydn, Paul Wranitzky und Sylvie Bodorová. „Vitáme Vás – Herzlich Willkommen!“ sind KonzertbesucherInnen am 26. August im Museum Horn, wenn Vahid Khadem-Missagh sich mit prominenten Gesprächspartnern dem Leitthema widmet.