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Academia Allegro Vivo |
Allegro Vivo Lexikon
Gegründet 1979 vom Geiger und Dirigenten Bijan Khadem-Missagh, entwickelte sich Allegro Vivo mit seiner einmaligen Kombination aus Konzerten, Kursen und Seminaren sowie der aus dem Humus des Festivals entstandenen Partnerinstitution "GLOBArt. Connecting Worlds of Arts and Sciences" zu einem weltweit beachteten Festival mit Vorbildcharakter. In den Jahren seines Bestehens hat Allegro Vivo international und in der Region zahlreiche Impulse gesetzt - insbesondere durch die weite Ausstrahlung dieses Festivals, durch intensive Medienberichterstattung, die Gründung des Festivalchores, die Öffnung zahlreicher Bauwerke für Konzerte und die zunehmende wirtschaftliche Bedeutung. Der Name Der Name des Festivals ist abgeleitet von den musikalischen Charakter- bzw. Tempobezeichnungen: "Allegro" steht für glücklich, freudig - als Voraussetzung für kreatives Handeln, die Aufnahme von Wissen und freudiges Zusammenwirken, "Vivo" für lebendiges Musizieren als Symbol des Lebens und Voranschreitens. Die drei Geigen Das Emblem der drei Geigen, hervorgegangen aus der Geburtsanzeige des Sommerakademie-Teilnehmers Dr. Herbert Burghardt, versinnbildlicht das Wesen der Kammermusik und spiegelt das Credo des Festivals wider. Das Credo Musik überhaupt, besonders aber die Kammermusik, ist ein Urbild für menschliche Gemeinsamkeit - für das, was entstehen kann, wenn Individuen - verschiedene Persönlichkeiten und Instrumente - in einem höheren Sinn zusammenwirken. Scheinbare Gegensätze ergänzen einander und werden Teil einer neuen Ebene, die das Kunstwerk ist. Daher ist das Musizieren im Ensemble Schwerpunkt aller Konzerte von Allegro Vivo und ein wesentlicher Bestandteil der Sommerakademie.
Neben der Tatsache, daß viele der großen Komponisten ihre bedeutendsten Werke für diese Art des Musizierens geschaffen haben, ist die Kammermusik auch der eigentliche Prüfstein für musikalische Beweglichkeit und für die Weite der künstlerischen Persönlichkeit. Sie stellt gleichermaßen hohe Ansprüche an technische Meisterschaft, an Fähigkeiten der gegenseitigen Wahrnehmung im künstlerischen und sozialen Sinn und an die Reife des Musikverstehens überhaupt. Dadurch ist sie die hohe Schule zu einem umfassenden Künstlertum, durch die jeder Musiker einmal gehen sollte. Die Künstler Es sind die Künstler, die die Schätze der Kammermusik zum Leben erwecken, zum Klingen bringen. Sie sind es auch, die bei den Kursen der Sommerakademie ihr Können an junge Musiker aus aller Welt weitergeben und somit mehrere Wochen "Artists in Residence" bei Allegro Vivo sind. Seit Jahren halten Künstler von internationalem Rang, die vielfach Professoren der Wiener Musikuniversität und der österreichischen Konservatorien bzw. an Musikhochschulen in Ungarn, England und Japan sind, Allegro Vivo die Treue - neben dem künstlerischen Leiter Bijan Khadem-Missagh u.a. Karin Adam, Christian Altenburger, János Bálint, Josef Bammer, Roland Batik, Gertraud Berka-Schmid, Tito Ceccherini, Ivan Eröd, Marialena Fernandes, Klara Flieder-Pantillon, Hanna Forsterová, Michel Gasciarino, Clarissa Graf-Costa, Endre Guran, Masaaki Hirasawa, Sandra Jost, Peter Langgartner, Heidi Litschauer, Josef Luitz, Johannes Meissl, Helmut Mezera, Katalin Mezö, Christa Pesendorfer, Igor Petrushevski, Gottfried Plank, Gottfried Pokorny, Fereshteh Rahbari, Alexander Rössler, Michael Salamon, Woody Schabata, Kurt Franz Schmid, Gerhard Schulz, Vincent Stadlmair, Maria Steinkogler, Martha Szabóky, Elisabeth Weninger und Johannes Wenk. Der besondere Kontakt zwischen aktiv Musizierenden und Publikum sowie die Kombination von Konzerten und Kursen bei "Allegro Vivo" hat vielfach Nachahmung gefunden. Die Konzerte Rund 50 Veranstaltungen mit Musik vom Mittelalter über Renaissance, Barock, Klassik und Romantik bis zur Gegenwart, Events, Ausstellungen, Seminare, Workshops, Diskussionsveranstaltungen etc. sowie die Sommerakademie verwandeln das Waldviertel im Sommer in ein "Musikviertel". Damit ist Allegro Vivo ein Fixpunkt im Kulturleben Österreichs, der internationale Ausstrahlung und immer stärkeres Publikumsinteresse und Medienecho verzeichnet. Die Förderung zeitgenössischer Musik und die Einbeziehung der außereuropäischen Musikkultur ist ein besonderes Anliegen. Alljährlich werden mehrere Konzerte vom Rundfunk mitgeschnitten und im Hörfunk übertragen. Die Sommerakademie Die Verbindung von Konzerten, Kursen und Workshops ist ein besonderes Charakteristikum von Allegro Vivo. Teilnehmer dieser Sommerakademie sind Musikstudenten aus aller Welt, die bei Allegro Vivo ihr Können perfektionieren. Unterrichtet werden sie von bedeutenden Künstlern und Dozenten nationaler und internationaler Musikhochschulen und Konservatorien. Für die Unterbringung und den Unterricht der Studenten werden verschiedene Gebäude in Horn und Umgebung angemietet. Derzeit umfaßt die Sommerakademie von Allegro Vivo 36 Kurse: Meisterkurse für Streicher, Klavier, Holz- und Blechbläser, Gesang und Komposition · Jugendkurse und - eine Innovation des Festivals - · Kurse für Kinder und Eltern für Streicher, Klavier, Bewegungsimprovisation und Tanz. Die Sommerakademie wird alljährlich von rund 300 Teilnehmern aus aller Welt besucht. Die in Horn und Mold stattfindenden Kurse bringen rund 5.000 Nächtigungen in die Region. Preisträger Die Meisterkurse der Sommerakademie von Allegro Vivo werden alljährlich von jungen Musikern mit höchstem Niveau besucht. Aus den besten der internationalen Teilnehmer werden von einer Jury die Preisträger von Allegro Vivo ermittelt, die sich bei je einem Konzert in Stift Altenburg und auf Schloß Ottenstein der Öffentlichkeit präsentieren und Preise erhalten.
Landschaft und Architektur Von Anfang an hat das 1979 von Bijan Khadem-Missagh gegründete Festival das Waldviertel als Oase der Stille gesehen. Die Einbettung in die mystische Landschaft und die Einbeziehung der architektonischen Kostbarkeiten der Stifte, Schlösser und Burgen verleiht dem Festival ein ganz besonderes Flair. Nach und nach wurde das gesamte Obere Waldviertel in das Konzertgeschehen des Festivals - mit internationalen Spitzenkünstlern und Ensembles - einbezogen. Blick über Grenzen Alle Kurse der Sommerakademie von Allegro Vivo sind geprägt von einem Anliegen: verstärktes Bewußtsein für die Bedeutung der Kultur im Leben des Menschen und Verständnis für die Notwendigkeit eines friedlichen Zusammenlebens der verschiedenen Kulturkreise der Welt zu wecken. Zudem setzte das Festival mit den Kursen für Kinder und Eltern Akzente in der Förderung der Familie als Keimzelle der Gesellschaft. Durch die Meisterkurse und die Preisträgerkonzerte öffnet das Festival zahlreichen jungen Künstlern den Weg in die Welt. Bereits Jahre vor dem Fall des Eisernen Vorhangs hat Allegro Vivo mit der grenzüberschreitenden Wirkung der Musik Kontakte zu den Nachbarn geknüpft. Das Besondere In der Kulturzeitschrift "morgen" wurde Allegro Vivo als "Fest für Freunde" bezeichnet. Auf die Frage eines Journalisten, was Allegro Vivo von anderen Festivals unterscheidet, antwortete der künstlerische Leiter Bijan Khadem-Missagh einmal: "Es ist die Seele, die dahinter steckt." Entdecken Sie selbst, so Sie Allegro Vivo noch nicht kennen, was das Besondere dieses Festivals ist. |
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